Unsere Krippengruppe

 

 

 

Die Garderobe ist der Platz zum Ankommen und Wohlfühlen.

Hier hat jedes Kind einen "festen" Platz, dieser ist mit dem Name und einem Foto des Kindes gekennzeichnet. Die Kinder erfahren: "Hier ist mein Platz!" Der morgendliche Übergang von der Familie in die Gruppe soll so sanft wie möglich ablaufen.



Der Gruppenraum als Basisstation "Der vertraute Ort".

Kleine Kinder brauchen einen vertrauten Ort, der eine sichere Basis bildet. Von hier aus können sie die Umgebung erkunden.



Bewegungshalle

Hier haben die Kinder Platz zu krabbeln, robben, laufen, springen und die Möglichkeiten unterschiedliche Erfahrungen zu machen.

Kinder brauchen Kinder um Erfahrungen zu machen, um nachzuahmen. sie nehmen sich gegenseitig wahr, reagieren aufeinander, wenden sich einander zu und streben zueinander hin. In der Gemeinschaft erlebt das Kind Anerkennung.

Waschraum "Den Körper erleben - Sinneserfahrungen machen"

Hier gibt es eine Waschrinne, die Platz für Wasserspiele zu lässt.

Es findet nicht nur notwendiges und hygienisch sinnvolles statt, dies ist ein Raum, der den Kindern elementare und notwendige Körpererfahrungen bietet.

Ruheraum - "Hier fühle ich mich geborgen, kann träumen und kuscheln"

Hier können sich die Kinder auch mal zurückziehen, sich entspannen und sich Ruhe gönnen.

 

 

Für die Betreuung von Kindern im Alter von unter drei Jahren (U3)

 

 

Für die Betreuung von Kindern im Alter von unter drei Jahren (U3)

 

 1.     Eingewöhnung (angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell)

 

Die Eingewöhnung gestaltet sich individuell. Es wird eine Zeitspanne von sieben Werktagen bis maximal fünfzehn Werktagen eingeplant. In den ersten Tagen sollte das Kind eine bekannte Bezugsperson als Begleitung in der Gruppe haben. Diese Bezugsperson soll in dieser Zeit möglichst nicht auf andere Kinder eingehen, damit bei dem eigenen Kind keine Eifersucht entsteht.

 

Die Begrüßung durch die Gruppenmitarbeiter ist von großer Bedeutung. Hierbei sollte die Aufmerksamkeit immer auf die Begrüßungssituation gerichtet sein. Dem Kind wird so der Übergang von der Familie zum Kinderarten erleichtern.

 

In dieser Zeit wird sich die Erzieher/innen ganz langsam dem neuen Kind nähern, es aber nicht zu etwas zwingen und sich auch niemals aufdrängen. Diese Annäherung wird im Laufe der Tage immer intensiver stattfinden, bis sich das Kind an die neue Situation gewöhnt hat und sich der Erzieher/innen anvertraut.

 

Es wird eine kurzweilige Abwesenheit der Mutter herbeigeführt. Diese Zeitspanne verlängert sich von Tag zu Tag. Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn jedes einzelne Kind den Vormittag in der Gruppe ohne Bezugsperson verbringt.

 

 

 

2.     Rituale

 Rituale haben eine ganz große Bedeutung im Kindergartenalltag. Es ist sehr wichtig, dass in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf neue Bezugspersonen einstellen kann. Die neue Situation braucht Zeit, Geduld, Verständnis und die Unterstützung durch die Eltern. Ein Zeichen für einen gelungenen Bindungsaufbau ist es, wenn sich auch das traurige und weinende Kind von den Erzieher/innen trösten lässt.

 

Die Kinder orientieren sich an bestimmten Aktionen im Alltag. Rituale fördern das Gefühl einer Zugehörigkeit, z. B.: Begrüßungs- und Abschiedsrituale, gruppeninterne Spiel-, Sing- und Gesprächskreise.

 

In hohem Maß strukturieren auch wiederkehrende Rituale im Jahresverlauf den Alltag der Kinder, z.B.: Feste im Jahresverlauf (Fasching, Ostern, Weihnachten, Geburtstage…)

 

 3.     Der Gruppenalltag

 Der Gruppenalltag beginnt ab 7.00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Mitarbeiter der Gruppe. Das Frühstück können die Kinder ab 9.00 Uhr zu sich nehmen. Der Vormittag gestaltet sich dann sehr unterschiedlich; es beginnen die gruppeninternen oder auch gruppenübergreifenden Angebote, z. B.:  Malen und Basteln, Turnen, Experimentieren, Bauen und Gestalten, Geburtstage feiern, freies Spielen oder Projektarbeit. An den gruppenübergreifenden Angeboten nehmen auch die U3-Kinder teil.

 

 4.     Bildung und Erziehung

 Die frühkindliche Erziehung ist in erster Linie Selbstbildung durch das Spiel. Die Kinder entwickeln und konstruieren die Strukturen, mit welchen sie ihre soziale, sachliche und geistige Welt erfassen, aus eigener Erfahrung heraus. Dazu stellt der Erzieher/innen den pädagogischen Rahmen, in dem er sein Wissen und seine Erfahrungen einbringt und die Kinder unterstützt und begleitet.

 

5.     Sprache

 ·       Voraussetzung zur Sprachentwicklung ist die emotionale Sicherheit.

 ·       Bewegung und Wahrnehmungsförderung

 ·       Kommunikation fördern (z.B. altersgemischte Gruppen, Sprechvorbilder)

 ·       Literatur

 ·       Musikalische – Rhythmische Früherziehung

 ·       Rollenspiele

 

6.     Motorik

 Die Kinder brauchen kindergerechte Räume, die zum aktiven Handeln auffordern und in der sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln lassen. Platz für Bewegung: Turnhalle, Klettern, Steigen, Krabbeln, Laufen, Anregendes im Außengelände, Ausflüge in die Natur

 

7.     Kreativität und Umwelt

 Die Erzieher/innen fördern, fordern heraus und greifen die natürliche Entdeckungsfreude und das Interesse der Kinder auf. Durch Experimentieren, Beobachten, Prüfen und Wiederholen sollen die Kinder eigene und miteinander gemachte Erfahrungen und gefundene Lösungen sammeln. Dazu werden verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt, es wird gesammelt, gesucht und sortiert in Haus und Natur.

 

 8.     Emotionale Sicherheit und soziale Kompetenz

 Jedes Kind sollte sich in seiner Individualität und seiner Kultur angenommen und wertgeschätzt fühlen, die Gefühle und deren Handeln zulassen und ernst nehmen, sowie Konfliktlösungsangebote gemeinsam erarbeiten.

 

 9.     Gesundheit und Ernährung

 

Körperhygienische Maßnahmen:

 Waschen von Gesicht und Händen, Wickeln, Duschen bei Bedarf.

 Dazu gehört das Beobachten der Kinder, die Anzeichen von Erkrankungen zeigen, um die Eltern informieren und beraten zu können.

 

Ruhephasen der Kinder:

 In dem gesamten Alltag müssen Möglichkeiten für Ruhephasen gegeben sein. Die Kinder brauchen nach einer Zeit der Bewegung und des Spielens Ruhepausen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

 

Ernährung:

 Das Vesper, das die Kinder von zuhause mitbringen, sollte sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder richten und sollten gesundheitlich Probleme, wie z.B. Allergien berücksichtigen. Dies wird den Kindern durch Gespräche beim gemeinsamen Vesper oder in Gesprächskreisen vermittelt. Die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln den Kindern Esskultur, z.B. den Umgang mit Löffel und Gabel. Außerdem wird auf eine gute Atmosphäre sowie auf einen ansprechend gedeckten Tisch geachtet, denn das Auge isst mit.

 

 10.  Elternarbeit

 Eltern sind unsere direkten Ansprechpartner, wenn es darum geht, optimale Entwicklungsbedingungen für ihr Kind zu schaffen.

 

Wichtige Elemente einer gelungenen Elternarbeit sind:

 

·       Entwicklung einer Vertrauensbasis, die auch Raum für wechselseitige Nachfragen und Kritik lässt.

 ·       Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieher/innen

 ·       Regelmäßiger Austausch und Informationen in Gesprächen

 ·       Beratung bei Bedarf

 ·       Gemeinsame Feste

 ·       Elternbefragung zu Wünschen, Erwartungen und Bewertungen

 

 11.  Rolle der Erzieher/innen

 

Die fachliche und persönliche Kompetenz macht das professionelle Verhalten aus. Die Erzieherin schafft eine Atmosphäre, in der sich Kinder wohl fühlen und sich gefahrlos bewegen können. Sie ist liebevoller Ansprechpartner und bringt den Kindern Respekt entgegen, damit sich ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann.

 

Um die Kinder individuell fördern zu können, bedarf es einer gezielten Beobachtung. Wir stellen den Kindern Raum, Zeit und Material zur Verfügung, damit sie entsprechend ihrem Entwicklungsstand selbstständig lernen, ausprobieren und erkunden können.

Wir arbeiten nach den Grundsätzen von Emmi Pikler:

(Emmi Pikler (1902 – 1984) wurde in Wien geboren und lebte lange Zeit in Budapest, Ungarn. Sie war Kinderärztin und entwickelte eine sehr liebevolle und von Achtsamkeit geprägte Kleinkindpädagogik.)