Eingewöhnungszeit - für einen guten Start in die Kitazeit

 

Die Gestaltung der Eingewöhnungszeit ist von besonderer Bedeutung für das künftige Wohlbefinden Ihres Kindes in unserer Einrichtung.

 

Das "Berliner Modell" ist Bestandteil unserer Einrichtung und bezieht die Teilnahme der Eltern mit ein.

 

Bitte planen Sie vor ihrem Arbeitsbeginn genug Zeit für die Eingewöhnung ein.

 

Unsere Erfahrung zeigt, dass sie schneller und problemloser vonstattengeht, wenn man nicht unter Zeitdruck steht.

 

Sie sollten, egal ob zum Eingewöhnen oder bereits im Alltag, für uns immer telefonisch erreichbar sein.

 

Zu beachten ist, dass auch nach einer erfolgreichen Eingewöhnung Phasen der Unlust und/oder des Fremdelns bei den Kindern auftreten können.

 

Die Eingewöhnungszeit  startet mit Vertragsbeginn.

 

Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Kindertageseinrichtung ist für das Kind eine große Herausforderung. Es muss sich an eine neue Umgebung anpassen, zu fremden Personen eine Beziehung aufbauen, sich an einen neuen Tagesablauf und an eine mehrstündige Trennung von seinen Eltern gewöhnen.

 

 

 

Sind wir „Rabeneltern", wenn wir unser Kind in eine Krippengruppe geben?

 

Es gibt viele Gründe, warum Eltern ihre Kinder nicht selbst betreuen. Nicht die Quantität, sondern die Qualität der Zeit, die sie gemeinsam mit ihrem Kind verbringen, ist entscheidend.

 

 

 

Warum eine Eingewöhnung?

 

Die Eingewöhnungszeit dient dazu, dass ihr Kind und Sie den Rhythmus der Einrichtung, die Gruppe und die pädagogischen Fachkräfte kennenlernen, einen ersten Eindruck gewinnen. Kind und pädagogische Fachkraft haben die Möglichkeit, sich in der Gewissheit miteinander vertraut zu machen dass Mama / Papa in der Nähe sind.

 

Konkret heißt das: Sie sind im Haus, aber nicht ständig mit Ihrem Kind zusammen. Vertrauen Sie hier dem Fachpersonal, das sehr genau spürt, wann es an der Zeit ist, nach Mama / Papa zu suchen.

 

Diese Phase gestaltet sich sehr individuell. Dauer und Intensität Ihrer Anwesenheit in der Einrichtung sind abhängig von Kind und Eltern. Sie sollten sich mind. vier Tage dazu Zeit nehmen d.h. keine weiteren Termine für den Vormittag einplanen.

 

 

 

Wie lange dauert die Eingewöhnung?

 

Dies ist bei jedem Kind unterschiedlich. Es ist wichtig, dass sie während der Eingewöhnung ihres Kindes persönlich anwesend sind.  Planen Sie ca. 2 Wochen für die Eingewöhnung ein, bei Kindern unter 3 Jahren kann es auch etwas länger dauern.

In den ersten Tagen begleiten sie ihr Kind für etwa 1 - 1 ½ Stunden in die jeweilige Gruppe.

 

Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn Ihr Kind die pädagogische Fachkraft als neue Bezugsperson anerkannt hat und ihr vertraut.

 

 

 

Werde ich mein Kind an die pädagogische Fachkraft „verlieren"?

 

Eltern sind und bleiben immer die wichtigsten Bezugspersonen für ihr Kind. Vor dem Hintergrund einer sicheren Beziehung zu den Eltern kann ihr Kind eine zusätzliche Beziehung zu der pädagogischen Fachkraft aufbauen.

 

Damit sich ihr Kind auch mit der pädagogischen Fachkraft vertraut machen kann, ist die Mithilfe von ihnen in der Eingewöhnungsphase unabdingbar.

 

 

 

Warum eine feste Bezugserzieherin/Bezugserzieher?

 

Während der Eingewöhnungszeit werden Sie und Ihr Kind von einer festen Bezugserzieherin/Bezugserzieher begleitet. Die Bezugserzieherin steht der Familie als Ansprechpartner zur Verfügung und begleitet das Kind in den ersten Tagen intensiv. Nach der Eingewöhnung ist es die Aufgabe aller pädagogischen Fachkräfte, für ihr Kind Sorge zu tragen, auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen einzugehen sowie ihm genügend Beachtung zu schenken.

 

 

 

Wie lange sollte ich von der Arbeit abkömmlich sein können?

 

In den ersten vier bis sechs Wochen sollte eine Vertrauensperson Ihres Kindes erreichbar und abkömmlich sein, so dass sie bei Bedarf schnell in der KiTa sein kann (besonders bei Krippenkindern).

 

 

 

Kann auch eine andere Bezugsperson mein Kind eingewöhnen?

 

Wenn es Ihnen nicht möglich ist, die Eingewöhnung selbst zu begleiten, kann dies auch eine andere Bezugsperson (zum Beispiel Oma / Opa) des Kindes übernehmen, zu der das Kind Vertrauen hat. Das Eingewöhnen sollte nicht von wechselnden Personen begleitet werden.

 

 

 

Trennungsschmerz - wie gehe ich damit um?

 

Die pädagogische Fachkraft bespricht mit Ihnen, wann Sie den ersten Trennungsversuch machen und wie lange Sie aus dem Raum gehen. Zunächst halten Sie sich weiterhin in der Einrichtung auf.

 

Verabschieden Sie sich kurz und eindeutig.

 

Absprachen und Tipps, die Ihrem Kind den Einstieg erleichtern können:

 

Geben Sie Ihrem Kind ein Kuscheltier o.ä. mit.

 

Zögern Sie den Abschied nicht zu lange hinaus.

 

Halten Sie sich an getroffene Absprachen. Haben Sie z.B. mit Ihrem Kind vereinbart, dass Sie nach einem gemeinsamen Puzzle gehen, dann tun Sie dies, auch wenn es Ihnen vielleicht schwer fällt.

 

Gehen Sie mit sich selbst ehrlich um. Prüfen Sie bei sich, ob Sie gehen oder bleiben wollen. Bitten Sie die pädagogische Fachkraft um Unterstützung, wenn Ihnen die Trennung schwer fällt.

 

 

 

 Absprachen zwischen Eltern und pädagogischer Fachkraft:

 

Die pädagogische Fachkraft aus der Stammgruppe ist Ihre erste Ansprechpartnerin bei allen Fragen. Sie steht mit Ihnen im Austausch, um möglichst viel über Ihr Kind zu erfahren. So hat sie die beste Grundlage, dem Kind einen guten Einstieg zu ermöglichen.

 

Grundsätzlich gibt es feste Bring– und Abholzeiten. In den ersten Wochen kann es aber individuelle Absprachen zur Aufenthaltsdauer Ihres Kindes in unserer Einrichtung geben. Sie und auch die pädagogische Fachkraft Ihres Kindes spüren häufig sehr schnell, was Ihrem Kind zugemutet werden kann, und wann es überfordert ist.

 

Sie werden auf jeden Fall von der pädagogischen Fachkraft angerufen, wenn Ihr Kind sich nach einem Abschied mit Tränen nicht beruhigen lässt.

 

Auch Sie dürfen gerne anrufen, um sich zu erkundigen, wie es Ihrem Kind geht.

 

 

 

Abschiedstränen sind normal. Sie sind Ausdruck einer tiefen Bindung zwischen Kind und Eltern. Wenn es der pädagogischen Fachkraft dennoch nicht gelingt, Ihr Kind zu trösten, holt diese Sie nach wenigen Minuten zurück. Daher ist es ratsam noch kurz hinter der Türe zu warten, ob Ihr Kind Ihr Weggehen akzeptiert oder ob die pädagogische Fachkraft Sie gleich wieder hereinbittet.

 

 

 

Was ist, wenn ich noch Fragen habe?

 

Falls sie noch weitere Fragen haben sollten, wenden sie sich an die Bezugserzieherin/ Bezugserzieher ihres Kindes.

 

 

Wie erleichtern wir Ihrem Kind den Einstieg:

 

Ihr Kind wird vorrangig von der pädagogischen Fachkraft aus der Stammgruppe begleitet und durch entsprechende Angebote in die Gruppe integriert. Sie hilft ihm, sich in der Einrichtung zu orientieren und sich von den Eltern zu lösen.

 

Ihr Kind ist allen pädagogischen Fachkräften mit Namen bekannt, so dass es sich gleich überall willkommen fühlt.

 

Jedes Kind hat seine Stammgruppe. Vor dem jeweiligen Raum der Stammgruppe gibt es die Garderobe, an der Ihr Kind seinen festen Platz hat, der mit einem Foto des Kindes gekennzeichnet wird. Durch den täglichen Ritus, dort die Jacke und die Tasche aufzuhängen, erfährt Ihr Kind schon beim Ankommen Orientierung, Vertrautheit und Sicherheit.

 

Damit es dem Kind möglich wird, die eigene Gruppe und darüber hinaus die Einrichtung zu erkunden, erfährt es durch die pädagogische Fachkraft der Stammgruppe die notwendige Unterstützung und Begleitung.

 

Durch die klare Strukturierung der Räume und damit die gute Überschaubarkeit wird Ihr Kind schnell an Sicherheit im Haus gewinnen.

 

Es gibt überall Ruheecken und Rückzugsmöglichkeiten für Ihr Kind.

 

 

 

 

 

 Nicht vergessen:

 

Jedes Kind ist anders, deshalb gestaltet sich die erste Zeit in der Kindertageseinrichtung auch ganz unterschiedlich. Einmal gibt es Tränen, einmal nicht; ein Kind sucht den engen Bezug zur pädagogischen Fachkraft und zur Stammgruppe, ein anderes ist gleich im ganzen Haus unterwegs.

Vertrauen Sie Ihrem Kind, dass es den für sich richtigen Weg wählt. Unterstützen Sie diesen gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft.